Einssein mit Gott bedeutet vor allem, eine bewusste BEZIEHUNG zu einem Leben zu entwickeln, das nicht nur auf die Welt des für uns Wahrnehmbaren beschränkt ist, sondern weit über das hinausgeht, was der Mensch als REALITÄT bezeichnet. (Anmerkung: Eine Erklärung zu der Frage, welche Vorstellung ich mit dem Begriff Gott verbinde, findest du auf dieser Seite).
Der Zugang zu dieser "entgrenzten", neuen Welt, wird jedoch nur denjenigen möglich sein, die auch bereit und offen sind für ein neues, nicht mechanistisch geprägtes Weltbild und einem sich daraus ergebenden NEUEN DENKEN. (Eine ausführliche Beschreibung zu diesem Thema findest du auf der Seite PERSPEKTIVEN FÜR DIE EWIGKEIT).
Der auf der Ebene der Wissenschaft zu beobachtende Erkenntniszuwachs in den letzten Jahrzehnten hat die Annahme deutlich verfestigt, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Somit stellt sich doch die Frage, wie der Mensch mit dieser, für alle Ewigkeit geltenden Lebensperspektive umgehen soll. Insbesondere, ob und wie wir uns auf eine solche Reise durch die Ewigkeit vorbereiten könnten. Diese Fragen sind meines Erachtens schon deshalb mehr als berechtigt, weil wir daran gewöhnt sind, selbst einen Ausflug oder Kurzurlaub sorgfältig zu planen und vorzubereiten. Was spricht also dagegen, dass vernunftbegabte Menschen diese Sorgfalt auch bei der Planung ihres zu erwartenden, ewigen Lebens walten lassen?
Es steht viel auf dem Spiel! Man stelle sich doch nur vor, nach der Transformation in einem schwarzen Nichts zu landen und - weil wir es weder wissen, noch gelernt haben - erst gar nicht auf die Idee kommen, dass vielleicht irgendwo eine Tür existiert, die uns zum geistigen Paradies führen könnte. Man wäre darauf beschränkt, für alle Zeiten immer nur in den eigenen Erinnerungen umherzuwandern und sich immer wieder mit dem auseinanderzusetzen, was man einst getan oder versäumt hat zu tun.
Vorbereitet sein ist also auch in diesem Zusammenhang ein wichtiger Aspekt. Wie zuvor bereits angedeutet, kommt ein weiterer, mindestens so entscheidender Punkt noch hinzu: Welche Fähigkeiten benötigen wir, um uns die unvorstellbare Fülle an Möglichkeiten verfügbar zu machen, die uns ein Sein ohne Raum und Zeit zu bieten hat? An dieser Stelle treffen wir auf einen sehr bedeutsamen Punkt: unser Bewusstsein!
Was aber ist Bewusstsein und wie kann es überhaupt erklärt werden? Ich denke, dass eine Klärung zumindest in Bezug auf die fundamentalen "Bestandteile" des Bewusstseins möglich ist. Denn was wir als unseren GEIST bezeichnen, ist im Grunde nichts anderes, als eine unvorstellbare Ansammlung von INFORMATIONEN, aus denen unsere Intelligenz, unser Wissen, unsere Eigenschaften und überhaupt alles, was unser GEISTIGES ICH ausmacht, zusammengesetzt ist.
Aufgrund der hohen Komplexität dieses Themas, verweise ich gerne auf mein vierteiliges Essay "Was ist Geist?", das ich im Zusammenhang mit meinem (noch in Arbeit befindlichen) Buch "So geht Gott" veröffentlicht habe - hier der Direktlink.
Als Nächstes möchte ich noch einmal auf die Frage zurückkommen, welche Fähigkeiten wir benötigen, um das Sein, nach unserer Transformation in das Jenseitige, optimal gestalten zu können. Es scheint mir mehr als logisch zu sein, dass auch für die Phase nach dem Übergang, ein ähnlicher Lernprozess notwendig sein wird, wie wir ihn bereits im Hier und Jetzt durchlaufen haben. Erinnern wir uns kurz daran, was wir alles lernen mussten, um am Leben zu bleiben oder so zu werden, wie wir es uns gewünscht haben. Nach der Geburt mussten wir lernen zu atmen und zu essen. Danach war es wichtig, uns richtig zu bewegen und zu sprechen. Anschließend folgte die Schulzeit, die Berufsausbildung, der richtige Umgang mit Menschen, der Führerschein usw.. Kurzum, unser gesamtes Leben war und ist geprägt von einem nicht enden wollenden Lernprozess, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch die Grundvoraussetzung sein wird, wenn wir im jenseitigen Kosmos ein in jeder Beziehung "gutes Leben" führen wollen.
Und noch eine Frage sollten wir in den Blick nehmen: Welchen Sinn hätte es, wenn die Natur das Kostbarste verschwendet, was sie auf der geistigen Ebene, insbesondere in Form von evolutionärem Wissen, aber auch durch Forschung und Innovationen hervorgebracht hat? Uns sollte endlich bewusst werden, dass wir genau diesen unermesslichen, geistigen Schatz ohne Not verschwenden, indem wir leichtfertig glauben, unsere Lebenszeit wäre nach wenigen Jahrzehnten beendet. In diesem Zusammenhang empfehle ich das Interview mit Hans Peter Dürr anzusehen, der sich ab der 54. Minute zu der Frage äußert, ob es ein Leben nach dem Tod gibt (bitte das Foto anklicken).